WEM Administration Console – Teil 1 (Actions, Filters & Assignments)

Hier ist der erste Teil einer Zusammenfassung zur WEM Administration Console und ihrer Möglichkeiten auf die Benutzer Umgebung.

WEM Administration Console - Teil 1 (Actions, Filters & Assignments)

Requirements

Unterstützte Betriebssysteme:

  • Windows 10 Version 1607 und neuer, 32- / 64-bit
  • Windows Server 2012 R2 Standard und Datacenter Edition
  • Windows Server 2016 Standard und Datacenter Edition

Hardware Voraussetzungen:

  • Minimum Dual Core Prozessor
  • 2 GB RAM
  • 40 MB freier Festplatten Speicher (100 MB während der Installation).

Configuration Sets

Die Configuration Sets sind Sammlungen der WEM Computer Einstellungen. 

  • Performance Management/Optimization Settings
  • Profile Management (UPM, Persona, USV, etc.)
  • Application Security Profiles (AppLocker)

Aber auch der WEM User Einstellungen.

  • Actions (Applikationen, Drucker, External Tasks)
  • Folder Redirection (USV)
Configuration Sets

Es gibt einige Szenarien, in denen mehrere Configurations Sets für Ihre Umgebung Sinn ergeben:

  • Unterschiedliche Maschinen Größen (CPU und RAM), für die unterschiedliche Leistungsoptimierungen erforderlich sind
  • Unterschiedliche Profil- und USV-Anforderungen, z.B. Konfiguration für mehrere Standorte

Die Hauptkategorien

  • Actions
    • Konfiguriert Anwendungen, Registry Einträge, Drucker usw.
  • Filters
    • Filter mit Regeln und Bedingungen für Actions 
  • Assignments
    • Zuordnung von erstellten Actions an konfigurierte Benutzer über vorher konfigurierte Filters
  • System Optimization
    • Konfiguriert Fast Logoff, CPU-, E/A- und Speicherverwaltung
  • Policies and Profiles
    • Konfiguriert Universal Profile Management, Microsoft User State Virtualization und Umgebungseinstellungen
  • Security
    • Konfiguriert die Anwendungssicherheit für die Endbenutzeraktivität
  • Active Directory Objects
    • Importiert Benutzer, Gruppen und Computer aus der Active Directory
  • Transformer Settings
    • Konfiguriert die Transformer Funktion, das jeden Windows-PC mithilfe eines voll reversiblen Kioskmodus in einen Hochleistungs-Thin Client konvertiert
  • Advanced Settings
    • Optionen für die Agenten Protokollierung, Druckerverarbeitung, Bereinigungsoptionen der Netzlaufwerke usw.
  • Administration
    • Konfiguriert WEM-Administratoren, verwaltet Agenten usw.
  • Monitoring
    • Login-, Boot-, Benutzer- und Geräte-Berichte
Die Hauptkategorien

Actions

Mit den Unterelementen in Actions können dem Benutzer verschiedene Elemente zugewiesen werden.

Actions

Applications

Im Fenster New Application kann der Anwendungstyp definiert werden, hierbei kann es sich um Installed application, File / Folder, URL oder StoreFront store handeln.

Actions Applications General

Je nach Anwendungstyp kann der Name, der Pfad zur EXE/Ordner/Datei/URL oder StoreFront store, die Parameter und der Pfad im Startmenü konfiguriert werden.

  • Installed application
    • Lokal installierte Anwendung
Actions Applications General Installed application
  • File / Folder
    • Ziel Datei oder Ordner
Actions Applications General File / Folder
  • URL
    • Die Ziel URL für das Icon
Actions Applications General URL
  • StoreFront store
    • Die URL des StoreFront stores und die Ressource die daraus gestartet werden soll
    • Um eine StoreFront Store Anwendung hinzuzufügen, muss vorher der Receiver der lokal auf der Administration Console Maschine installiert ist, mit gültigen Citrix Anmeldedaten bestückt werden. Erst damit kann WEM eine Liste der veröffentlichten Anwendungen vom Receiver abrufen und diese in der Administration Console darstellen.
Actions Applications General StoreFront store

Auf der Registerkarte Options kann das Symbol, der Status der Anwendung (aktiviert/deaktiviert) und der Wartungsmodus aktiviert werden. Beim Wartungsmodus wird das Symbol für den Benutzer normal angezeigt, jedoch erscheint ein Warnsymbol daneben und eine Warnmeldung wird angezeigt, wenn der Benutzer versucht dies zu starten. Hotkeys ermöglichen Benutzern das Starten der Anwendung mithilfe von Tastenkombinationen.

Actions Applications Options

Advanced Settings steuert, wie die Anwendung beim Start angezeigt wird (Windows Style), z.B. maximiert. Standardmäßig werden Anwendungen im WEM-Self-Service-Fenster des Agenten angezeigt. Sie können dies jedoch deaktivieren, indem Sie das Kontrollkästchen in Self Service Display deaktivieren. Durch Aktivieren des Self Healing werden die Anwendungs Verknüpfungen neu erstellt, wenn sie vom Benutzer gelöscht oder verschoben wurden.

Actions Applications Advanced Settings

Printers

Um Drucker hinzuzufügen, kann dies entweder manuell oder einfach über den Assistenten Import Network Print Server durchgeführt werden.

Printers

Im Import Assistent kann der Name des Druckservers und alternative Anmeldeinformationen angegeben werden, wenn die derzeit für die Administration Console verwendete Berechtigung nicht für den Druckserver ausreicht.

Import from Network Print Server

Nun kann einer oder mehrere Drucker ausgewählt und importiert werden.

Import Network Printers

Im Fenster Drucker bearbeiten oder hinzufügen, kann der Name, der Ziel-Pfad und der Druckerstatus geändert (aktiviert / deaktiviert) werden.

Network Printers General

Auf der Registerkarte Options kann Self Healing aktiviert werden, wodurch gelöschte Drucker wiederhergestellt werden, wenn der Benutzer diesen löscht.

Network Printers Options

Network Drives

Mit Network Drives kann man der Benutzerumgebung Netzwerklaufwerke hinzufügen. Im Target Path kann der Pfad direkt oder mit Variablen z.B. %username% angegeben werden. Außerdem kann man alternative Anmeldeinformationen für die Verbindung angeben.

Network Drives

Auf der Registerkarte Options kann Self Healing aktiviert werden, wodurch gelöschte Laufwerke neu erstellt werden, und der Anzeige Name (auch mit Variablen) für den Explorer angegeben werden. Des weiteren kann Home Drive Configuration für das Laufwerk aktiviert werden, um das Netzlaufwerk als Home-Laufwerk des Benutzers festzulegen.

Network Drives Options

Virtual Drives

Virtual Drives sind virtuelle Windows-Laufwerke oder MS-DOS-Gerätenamen, die lokale Dateipfade an einen Laufwerksbuchstaben (keine UNC-Pfade) binden. Über Home Drive Configuration, kann das virtuelle Laufwerk als Home Drive festgelegt werden.

Virtual Drives

Registry Entries

Registry Einträge können nur unter HKEY_CURRENT_USER erstellt werden. 
HKEY_CURRENT_USER muss im Zielpfad nicht angegeben werden. Durch Run Once, wie der Name schon sagt, wird diese Aktion nur einmal ausgeführt. Dies kann wünschenswert sein, wenn Sie viele Registry Einträge haben, da der Schlüssel bei jeder Agenten Aktualisierung nicht neu erstellt werden soll. Auf diese Weise können Benutzer die Schlüsselwerte auch ändern, wenn sie es vorziehen, dass sich eine Anwendung anders verhält als das, was der Registrierungsschlüssel angibt.

Registry Entries

Auf der Registerkarte Options können Sie angeben, ob Sie einen vorhandenen Schlüssel löschen, erstellen oder festlegen wollen.

Registry Entries Options

Sie haben auch die Möglichkeit, Registrierungsschlüssel aus einer Registrierungsdatei zu importieren. Die Administration Console liest die REG-Datei aus und gibt Ihnen die Möglichkeit, Werte Ihrer Wahl zu importieren. REG_BINARY-Werte werden nicht geprüft, da WEM das Erstellen von REG_BINARY-Schlüsseln nicht unterstützt.

Import from Registry File

Environment Variables

Mit dieser Aktion können Sie der Benutzerumgebung Umgebungsvariablen hinzufügen. In Variable Name können Sie den Funktionsnamen und mit Variable Value den Wert der Variablen definieren.

Environment Variables

Auf der Registerkarte Options können Sie den Aktionstyp und die Ausführungsreihenfolge festlegen.

Environment Variables Options

Ports

Ports ermöglicht ihnen die Zuordnung von COM- und LPT-Ports vom Client zum Ziel System. Wenn Sie die Mapping-Funktion für jeden Port manuell steuern, müssen Sie die Client-COM-Portumleitung oder die Richtlinien für die Client-LPT-Portumleitung in Citrix Studio aktivieren. Standardmäßig sind die COM-Portumleitung und die LPT-Portumleitung nicht aktiviert.

Ports

Ini Files

Steuert die Erstellung und Änderung von INI-Dateien. In Target Path geben Sie den Speicherort und in Target Section den Abschnitt (wenn der Abschnitt nicht besteht, wird dieser erstellt) der INI-Datei an. Target Value Name, Target Value und Run Once sind selbsterklärend.

INI Files

External Tasks

Steuert die Ausführung externer Tasks, z.B. das Ausführen von .cmd-Skripts oder MSI-Paketen. Mit dem Target Path geben Sie den Pfad zum externen Task an, wie es in der Umgebung des Benutzers aufgelöst wird (WICHTIG!). Wenn Sie Run Hidden ausgewählt haben, wird die externe Aufgabe im Hintergrund ausgeführt und dem Benutzer nicht angezeigt. Standardmäßig führt Workspace Environment Management bei jeder Aktualisierung des Agenten eine externe Aufgabe aus. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Run Once, damit Workspace Environment Management die externe Aufgabe nur einmal und nicht bei jeder Aktualisierung ausführt wird. Bei Auswahl von Execute Only At Logon wird der externe Task nur bei der Anmeldung und nicht bei jeder einzelnen Aktualisierung ausgeführt. Dies beschleunigt den Agenten Aktualisierungsprozess, insbesondere wenn Ihren Benutzern viele externe Aufgaben zugewiesen sind. Mit der Schaltfläche Wait for the task to complete, wartet der Agent, bis die externe Aufgabe abgeschlossen ist. Der Timeout-Wert steuert die maximale Wartezeit. Mit der Execution Order können Sie eine Priorität für jede einzelne externe Aufgabe festlegen, falls einem Benutzer mehrere Aufgaben zugewiesen werden und einige Aufgaben für die erfolgreiche Ausführung auf Ergebnisse von anderen angewiesen sind.

External Tasks

File System Operations

Hier können wir Ordner und Dateien in die Umgebung des Benutzers kopieren und Verzeichnisse oder symbolische Links erstellen. Beachten Sie, dass Sie Variablen wie C:\Users\##Username##\ verwenden können, die auf den Benutzernamen erweitert werden, unter dem WEM ausgeführt wird. Dies kann beim Erstellen/Kopieren von Dateien/Ordnern in das Benutzerprofil hilfreich sein. Overwrite Target if Existing – schaltet ein, ob die Datei- oder Ordneroperation vorhandene Dateien oder Ordner mit denselben Namen am Zielspeicherort überschreiben kann. Wenn das Kontrollkästchen deaktiviert ist und bereits eine Datei oder ein Ordner mit demselben Namen am Zielspeicherort vorhanden ist, werden die betroffenen Dateien nicht kopiert. Standardmäßig führt Workspace Environment Management bei jeder Aktualisierung des Agenten eine File System Operations aus. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Run Once, damit WEM den Vorgang nur einmal und nicht bei jeder Aktualisierung ausführt. Dies beschleunigt den Agenten Aktualisierungsprozess, insbesondere wenn Ihren Benutzern viele File System Operations zugewiesen sind.

File System Operations

Auf der Registerkarte Options stehen Ihnen verschiedene Aktionstypen zur Verfügung.

File System Operations Options

User DSN

Steuert die Erstellung von Benutzer-DSNs (DSN ist eine Zeichenfolge, deren Datenstruktur zum Beschreiben einer Verbindung zu einer Datenquelle wie SQL verwendet wird). Der DSN-Name ist der Funktionsname des Benutzer-DSN und mit Driver geben Sie den DSN-Treiber an. Derzeit werden nur SQL Server-DSNs unterstützt. Daher müssen Sie Ihren SQL-Server mit dem Servernamen und dem Datenbanknamen definieren.

User DSN

Mit Connect using specific credentials können Sie Anmeldeinformationen angeben, mit denen eine Verbindung zum Server/zur Datenbank hergestellt werden soll.

User DSN Options

File Associations

Steuert die Erstellung von File Associations in der Benutzerumgebung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die FTAs ​​(File Type Associations) seit Windows Server 2012 nur pro Maschine gespeichert werden kann und mit dieser WEM-Funktion wieder benutzerbasiert gespeichert werden können. In File Extension definieren Sie die Erweiterung, die für diese Dateizuordnung verwendet wird. Wenn Sie eine Dateierweiterung aus der Liste auswählen, wird das Feld ProgID automatisch ausgefüllt (sofern der Dateityp auf dem Computer vorhanden ist, auf dem die Administration Console ausgeführt wird). Sie können die Erweiterung auch direkt eingeben, aber dann müssen Sie auch die ProgID direkt eingeben. Um die ProgID einer installierten Anwendung zu ermitteln, können Sie den OLE / COM Object Viewer (oleview.exe) verwenden und in Object Classes / Ole 1.0 Objects nachsehen. In Action wählen Sie den Aktionstyp aus, z.B. Öffnen, Bearbeiten oder Drucken, und in Ziel geben Sie die ausführbare Datei an, die mit dieser Dateierweiterung verwendet wird. Mit Command können Sie bestimmte Befehle angeben, denen die ausführbare Datei folgen soll. Die folgenden Felder (Set as Default Action, Overwrite und Run Once) sind selbsterklärend.

File Associations

Filters

Filters enthalten Rules und Conditions (z.B. Gruppen Mitgliedschaft  oder Client-IP-Adresse usw.), mit denen Sie Aktionen für Benutzer verfügbar machen können.

Filters

Conditions

Conditions sind spezifische Auslöser, mit denen Sie die Umstände konfigurieren können, unter denen der Agent einem Benutzer eine Ressource zuweist. Sie müssen zunächst verschiedene Bedingungen definieren, um sie über Rules verwenden zu können.

Filters Conditions

Rules

Rules bestehen aus mehreren Conditions. Sie verwenden Rules, um festzulegen, wann einem Benutzer eine Aktion zugewiesen wird. Diese Conditions sind UND-Anweisungen, nicht ODER-Anweisungen. Wenn Sie mehrere Conditions hinzufügen, müssen alle erfüllt werden, damit der Filter als ausgelöst betrachtet wird.

Filters Rules

Assignments

Verwenden Sie Assignments, um Actions für Ihre Benutzer verfügbar zu machen. Auf diese Weise können Sie einen Teil der Anmelde Skripte Ihrer Benutzer ersetzen.

Assignments

Bevor Sie den Benutzern Actions zuweisen können, müssen Sie die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge ausführen:

  • Konfiguriere Benutzer oder Gruppen, siehe Benutzer in Active Directory Objects.
  • Definiere conditions, siehe Conditions.
  • Definiere Filter Rules, siehe Rules.
  • Konfiguriere Actions, siehe Actions.

Action Assignment

Users ist Ihre Liste der konfigurierten Benutzer und Gruppen (von Active Directory Objects). Um das Zuweisen von Actions für alle Benutzer aus der  Active Directory zu vereinfachen, verwenden Sie die Standard Gruppe „Jeder“, um die Aktionen zuzuweisen. 

Assignments Action Assignment

Wenn Sie der Liste Assigned eine Anwendung zuweisen, stehen folgende Optionen zur Verfügung:

Assignments Action Assignment Applications
  • Create Desktop
    • Erstellt ein Icon auf dem User Desktop
  • Create Quick Launch
    • Erstellt ein Icon im Quick Launch
Quick Launch
  • Create Start Menu
    • Windows Server 2016 und neuer / Windows 10: Erstellen das Symbol im Startmenü unter dem Programmordner, der unter Application selbst festgelegt wurde
    • Windows Server 2012 & 2012 R2 / Windows 7, 8 & 8.1: Erstellt das Symbol nur in der Apps-Komponente des Startmenüs
  • Pin To TaskBar
    • Erstellt und heftet die Verknüpfung an die Taskleiste
  • Pin To Start Menu
    • Windows Server 2016 und neuer / Windows 10: Erzeugt eine Verknüpfung auf der rechten Seite Ihres Startmenüs
      Windows Server 2012 & 2012 R2 / Windows 7, 8 & 8.1: Tut nichts !!
  • Auto Start
    • Auto Start ist standardmäßig auf Deaktiviert gesetzt. Wenn es aktiviert ist, wird es automatisch gestartet, wenn sich der Benutzer anmeldet

Wenn Sie der Liste Assigned ein Laufwerk zuweisen, können Sie einen Filter & einen Laufwerkbuchstaben zuweisen.

Assign Filter & Drive Letter

Modeling Wizard

Der Action Modeling Wizard zeigt die resultierenden Actions für einen bestimmten Benutzer an (funktioniert nicht für Gruppen).

Modeling Wizard

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